Schul- und Volkssternwarte Johannes Kepler Crimmitschau
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Lichtverschmutzung

von Frank Andreas, 09.12.2015

Lichtverschmutzung, vor allem in den Städten, ist zunehmend ein großes Problem bei der Durchführung astronomischer Beobachtungen. Weltweit gesehen nimmt die Aufhellung des Himmels massiv zu. Das zeigen u.a. die aktuellen Aufnahmen des Satelliten Suomi NPP.

Jetzt gibt es auf dieser Grundlage auch Karten, die mit Geodaten von Google Earth verbunden wurden. Darauf kann man deutlich erkennen, dass wir in Crimmitschau ebenfalls inmitten eines Lichtermeeres liegen. Der Blick vom Dach der Sternwarte, zeigt schon seit Jahren eine massive Aufhellung des Himmels. Ein großer Teil davon ist aus unserer Sicht völlig unnötig und rührt von zu vielen und oft schlecht konstruierten Lampen her.

Im Kontext der Weltklimakonferenz in Paris (2015) hat die Vereinigung der Sternfreunde eine Resolution verfasst, die das Problem der Lichtverschmutzung auf die Tagesordnung setzt. Darin wird deutlich, dass zu viel, und vor allem falsch eingesetzte Lichtquellen, nicht nur den Himmel über weiten Regionen aufhellen, sondern auch das Gleichgewicht der Natur und die Gesundheit der Menschen gefährden. Wir unterstützen diese Resolution und werden diese Problematik im regionalen Bereich thematisieren!

Weitere Informationen und die Resolution können hier nachgelesen werden: Resulotion gegen Lichtverschmutzung

Lichtverschmutzung Satellit Suomi NPP 2012
Bild des Satelliten Suomi NPP der NASA überlagert mit Geodaten aus Google Earth, lassen die größten Lichtverschmutzer und auch noch einige dunkle Stellen in unserer Region erkennen.
Autor: NASA
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So sieht es inzwischen vom Rundgang der Sternwarte bei "Nacht" aus. Die Lichter der Stadt "vernebeln" zunehmend den gesamten Himmel.
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So sieht es inzwischen vom Rundgang der Sternwarte bei "Nacht" aus. Die Lichter der Stadt "vernebeln" zunehmend den gesamten Himmel.
Lichtverschmutzung 2012 Panorama
"Crimmitschau leuchtet..." - mit den Auge einer DSLR - hier mal als kleines Panorama vom Rundgang unserer Sternwarte, sieht man einmal wie hell der Nachthimmel über Crimmitschau eigentlich ist. Die Belichtungszeit betrug 10 Sekunden bei 400 ISO - um ordentliche Astrofotos zu bekommen braucht man aber im Vergleich rund 300 Sekunden bei 800 ISO (für ein Bild)! Selbst der Blick mit dem "unbewaffneten" Auge zum Sternhimmel zeigt uns in manchen Nächten nur noch die hellsten Sterne... Vielleicht sollte man doch einmal die eine oder andere Beleuchtungsinstallation überdenken...
Autor: Helko Böhme