Schul- und Volkssternwarte Johannes Kepler Crimmitschau
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von Andreas Fritsche, 23.02.2017

Der Merkur bietet uns Ende März/Anfang April eine recht gute Abendsichtbarkeit. Es ist die günstigste in diesem Jahr. Ab dem 25. März kann man in der Abenddämmerung ab 19.00 Uhr MEZ, ab dem 26.03. dann ab 20.00 Uhr MESZ den scheuen Planeten entdecken. Dem Beobachter bleiben nur wenige Tage, denn bereits ab dem 07. April wird sich Merkur wieder unseren Blicken entziehen. Für eine erfolgreiche Beobachtung ist eine freie Sicht auf den Westhorizont nötig (Abb. 1).

Venus ist in den ersten drei Wochen des März noch als Abendstern zu sehen. Am 25. März steht der Planet in unterer Konjunktion zur Sonne und bleibt unsichtbar. Doch bereits wenige Tage später taucht Venus wieder auf - diesmal als Morgenstern. Ab dem 05. April wird Venus ab ca. 06.00 Uhr MESZ als auffällig helles Objekt knapp über dem Osthorizont sichtbar, nachdem bereits auch die hellsten Sterne in der Morgendämmerung verblasst sind (Abb. 2). Die Aufgänge des Planeten verfrühen sich stetig bis Ende April. Dann überschreitet die Venus bereits gegen 04.35 Uhr MESZ den östlichen Horizont.

Mars ist zwar weiterhin am abendlichen Himmel zu sehen, doch nimmt seine Helligkeit kontinuierlich ab. Seine Untergangszeiten bleiben annähernd konstant, doch durch die nun immer später einsetzende Dämmerung verkürzt sich die Beobachtungszeit erheblich. Am Abend des 01. März können wir Mars, Venus und den Mond am Abendhimmel beobachten. Dabei bilden die drei Gestirne ein annähernd gleichschenkliges Dreieck (Abb. 3). Auf der Sternwarte Crimmitschau können Sie diese Konstellation „live“ beobachten: Öffentliche Beobachtungsabende

Pünktlich zum Frühlingsanfang beginnt für Jupiter eine neue Beobachtungsperiode. Ab diesem Zeitpunkt ist der größte Planet unseres Sonnensystems nach dem Ende der Dämmerung über dem Osthorizont zu finden. Da der Planet im April in Opposition gelangt, ist er im März und April nahezu während der gesamten Nacht sichtbar. Bereits im Fernglas zeigt Jupiter seine vier großen Monde Io, Europa, Ganymed und Kallisto. In größeren Fernrohren offenbart uns Jupiter die Struktur seiner Atmosphäre. Wegen dieser günstigen Beobachtungsbedingungen hat die Sternwarte Crimmitschau die öffentlichen Beobachtungsabende bis Ende April ausgedehnt. Siehe auch: Öffentliche Beobachtungsabende

Ringplanet Saturn ist vorerst ein Beobachtungsobjekt für die zweite Nachthälfte. Anfang April steht Saturn gegen 05.00 Uhr MESZ bereits in 15° Höhe über dem südlichen Horizont, westlich von ihm finden wir Antares, den orangefarbenen Hauptstern des Sternbildes Skorpion, fast genau im Meridian.

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Merkur zur günstigsten Beobachtungzeit über dem Westhorizont. Himmelsanblick am 01. April gegen 20.15 Uhr MESZ. (Erstellt mit Stellarium 0.15.0, www.stellarium.org)
Autor: Andreas Fritsche
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Venus erobert den Morgenhimmel. (Erstellt mit Stellarium 0.15.0, www.stellarium.org)
Autor: Andreas Fritsche
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Schöne Konstellation von Mond, Mars und Venus am Abend des 01. März um 20.00 Uhr MEZ in geringer Höhe am westlichen Horizont. (Erstellt mit Stellarium 0.15.0, www.stellarium.org)
Autor: Andreas Fritsche
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Künstlerische Impression der vier großen Monde im Jupitersystem. Die Bilder selbst sind echte Aufnahmen der erfolgreichen Weltraumsonde Voyager 1. (Quelle: NASA/Jet Propulsion Laboratory, California Institute of Technology)
Autor: Andreas Fritsche